Learntec 2009, Karlsruhe, Germany

Learntec-Mobile-Learning-Arena
Vortrag von Matthias Kose, FernUni M-Learning Experten und der FernUni-Stand

Die 5te Mobile Learning Arena

Heute hat Learntec 2009 ihre Pforten für die Besucher geöffnet und ich wollte es mir nicht entgehen lassen, einige ‚alte‘ Bekannte aus dem Bildungssektor wieder zu treffen. Und da ich freundlicherweise noch eine Freikarte von Sandro Mengel (FernUniversität in Hagen) bekommen hatte, habe ich mich auf dem Weg nach Karlsruhe gemacht. Zudem war ich auch auf das Vortragsprogramm in der Mobile Learning Arena sehr gespannt, da ich in der Vorankündigung einige mir bis jetzt unbekannte Namen sah:

Oliver Pincus (afelio GmbH) hat als erster Referent über sein Produkt namens mooleemoo.de gesprochen. Mit dieser Softwarelösung kann man anhand von Vorlagen Lernmodule für Mobiltelefone erstellen, was und vor allem bei dem Hinweis „der Editor erstellt automatisch eine JAD/JAR-Datei für das Handy“ mich ein wenig an unserem Mobile Learning Maker aus dem Jahr 2006 erinnert. Allerdings hat Oliver noch zusätzlich eine Ausgabe für iPod geschaffen, welche er am Beispiel eines „Glossars“ dem Publikum zeigte.

Anschließend wurde ein Vortrag von Giunti Labs mit dem Titel „Innovate to Compete – New Generation Mobile Enterprise Learning“ mit Praxisbeispielen zu „Museum Based Art Education“ und „Maintainance Training & Support in Automotive & Avionics“ geboten. Der Referent sprach vor allem über eXact Mobile – eine ‚mobile‘ Erweiterung des Autorensystems namens learn eXact LCMS aus dem Hause Giunti Labs – und den damit erstellbaren kleinen Lernmodule bzw. „content pills“ für Mobiltelefone.

In seinem Vortrag „Mobiles Sprachlernen in der iPhone-Ära mit mobilinga“ hat Dr. Matthias Kose (mobilinga GmbH) hat sein neues Produkt anhand eines Video demonstriert. Neben den Lernangeboten zum ‚Sprache lernen‘ sollen demnächst noch weitere Produkte mit Fokus auf ‚Fakten lernen‘ von der mobilinga GmbH auf dem Markt gebracht werden – einen Vorgeschmack darauf bittet schon beispielweise der Einbürgerungstest für das Mobiltelefon.

Der Vortrag von Heike Ernst (know how AG) mit dem Titel „Über die Konzeption, den Einsatz und die Evaluation einer Handy-Lernanwendung für den Englischunterricht der Klassenstufe 8“ beschäftigte sich mit dem Mobilen Lernen als Ergänzung zum traditionellen Unterricht an dem Gymnasium ‚Am Markt‘ in Hettstedt. Sie hat die Ergebnisse ihres Projektes vorgestellt, das im Rahmen einer Diplomarbeit in 2007 entstanden war. Abgesehen davon, dass ich zum ersten Mal einen Vortrag zu Mobile Learning aus Sicht der Lernenden gehört habe, war ich positiv überrascht als plötzlich das Peperoni-Logo auf mehreren Folien auftauchte: Heike hatte für ihre Studie unseren Mobile Learning Maker genutzt :o)

Sonja Hild (digital publishing AG) sprach in ihrer Präsentation „Lernen, wann und wo ich will. Weltweit Sprachen lernen mit digital publishing“ worauf es beim Lernen von Sprachen ankommt. Ein interessanter im Vortrag angesprochener Aspekt war die Bedeutung der Messbarkeit vom Lernerfolg in der Wirtschaft, da mit Bildungsmaßnahmen oft Boni und Beförderungen zusammenhängen. In der Vortragsreihe war es zudem ein Highlight zu hören, dass „Mobile Learning“ auch ganz ohne Mobiltelefone verstanden werden kann. Das vorgestellte Produkt „Sprachkurs für die Hosentasche“ ist ein USB-Stick, den man an jedem beliebigen PC ‚unterwegs‘ anschließen kann. Lustiger weise war ich bereit in 2004 mit Jörg KoberlingFreddy Ertl und Beate Gallist von der digital publishing AG zum Thema ‚unterwegs Lernen‘ im Gespräch, allerdings damals mit dem Fokus auf Mobiltelefone.

Das iPhone stand auch im Vortrag „Best practice im Mobile Learning – Lectora 9 goes iPhone“ von Mario Rümmler (chemmedia AG) im Mittelpunkt. Auch wenn das iPhone unter den Mobiltelefonen einen beachtlichen Sprung hinsichtlich Benutzerführung und Funktionalität gemacht hat, sind nach wie vor die bisherigen didaktischen Aspekte auch bei diesem Gerät zu beachten; beispielweise kurze Texte, kleine aber ausdrucksstarke Bilder und eingeschränkte Verwendung von Ton.

Im letzten Vortrag „Lectures, Training and Tutorials for Mobile Devices“ erörterte Troy Stein (TechSmith) die Erstellung von mobilen Lernmodule aus der Aufzeichnung von Präsentation. Leider hatte die Live-Demonstration nicht gänzlich funktioniert, so dass die Zuhörer das fertige Lernmodul für das Mobiltelefon nicht mehr sehen konnten.

Weitere Eindrücke von der Learntec 2009 sind auch auf dem Blog von Andreas Bischoff und auf dem KSW.Medienblog zu finden.

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