Basismodul 4 – Historische Entwicklung des Wissenschaftssystems und aktuelle Forschungspolitik

In diesem Basismodul werden die geschichtlichen Grundlagen der Universitäten als europäische Institutionen für Forschung und Lehre erörtert. Der historische Einblick umfasst z.B. das Verbreiten der Idee der Universität in die koloniale Welt sowie den französischen und den deutschen Sonderweg seit 1789/1810. Es werden zudem politische Akteure und Prozesse der Gegenwart betrachtet, die die politischen Rahmenbedingungen und Entscheidungen maßgeblich beeinflussen und somit auf die Strategiebildung von Wissenschaftseinrichtungen einwirken.

Im Folgenden sind zum einen Eckdaten zum Modul dokumentiert und zum anderen finden sich hier persönliche Ausarbeitungen der Inhalte – alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeiten. Stand 01.02.2022.

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Eckdaten zum Basismodul 4 im Überblick

Basismodul B4Historische Entwicklung des Wissenschaftssystems und aktuelle Forschungspolitik
LehrendeProf. Dr. Michael Hölscher
Prof. Dr. Stefan Fisch
Dr. Dietmar Ertmann
Dr. Jens-Peter Gaul
ArtPflichtmodul
Regelsemester1. Fachsemster
Leistungspunkte5 ECTS
Lehrumfang20 Stunden
Lehrtermine18.04.2021 | 15.04.2021 | 04.10.2021
PrüfungsleistungHausarbeit (Abgabefrist 17.09.2021)
Viele Studierende in einer Bibliothek an einer Hochschule

Persönliche Erfahrung mit den Lerninhalten zum Basismodul 4

Inhalte

Das Basismodul „Historische Grundlagen und aktuelle Rahmenbedingungen“ startete mit Ausführungen von Dr. Dietmar Ertmann zum Wettbewerb im Wissenschaftsbereich und Instrumenten der Wissenschaftssteuerung. Es wurden dabei viele politische, ökonomische und rechtliche Rahmenbedingungen aufgezeigt, die sich nicht nur kontinuierlich verändern, sondern den Handlungsrahmen für Wissenschaftseinrichtungen durchaus maßgeblich beeinflussen.

Im Rahmen dieses Moduls übernahm Dr. Jens-Peter Gaul eine Lehrveranstaltung mit dem Titel „Entwicklungslinien des Wissenschaftssystem 1999-2021“. Als Generalsekretär der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) brachte er nicht nur spannende Einblicke in die aktuellen politischen Rahmenbedingungen und über die Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen mit ein. Wir hatten auch eine schöne Gelegenheit uns mit ihm im Übungsfall „Bundesagentur für Sprunginnovationen“ mit der Wechselwirkung zwischen Politik und Wissenschaft kritisch auseinanderzusetzen.

Einen weiteren Teil des Moduls übernahm Prof. Dr. Stefan Fisch, der uns geschichtliche Grundlagen von Wissenschafts- und Forschungsorganisationen vermittelte und aufzeigte, warum Universitäten in Lehre und Forschung als europäische Institutionen zu verstehen sind. Dabei führten die Inhalte von der Entstehung erster Universitäten (1000-1300), über lateinisch-sprachiges Netzwerk in Europa und in der Neuen Welt (1200-1650) sowie die französischen ‚Grandes Écoles‘ (1789-heute) bis hin zum Bologna-Prozess als eine europaweite, transnationale Hochschulreform (1999-heute).

Abgerundet wurde das Modul durch Prof. Dr. Michael Hölscher, der einerseits das Thema der „Dritten Mission“ bzw. „Transfer“ und dessen Verhältnis zu Lehre und Forschung aufgegriffen hatten. Andererseits stand die Wissenschaftsfreiheit im Fokus der Lehrveranstaltung. Behandelt wurden dabei Fragestellungen, wie und wo diese Freiheit gesichert wird sowie ob es hierzu Unterschiede zwischen Universitäten, Fachhochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen gibt.

Prüfungsleistung

Um dieses Modul erfolgreich abzuschließen, wurde vor allem eine Hausarbeit erwartet. Bei der Hausarbeit (ca. 15 Seiten) handelt es sich um eine Kleingruppenarbeit, die 3 Mitstudierende und ich zum Thema „Wettbewerb um beste Köpfe (Studierende)“ schriftlich ausarbeiten durften. Neben der Hausarbeit mussten wir während der Präsenzphase zudem eine kurze Präsentation (20 Minuten, zzgl. Diskussion) zu unserem Thema halten. In unserer Ausarbeitung mit einem vergleichenden Überblick über die Auswahl von Studierenden und Promovierenden in Bildungs- und Forschungseinrichtungen konnte ich Erfahrungswerte aus der FernUniversität in Hagen einbringen – ohne an dieser Stelle jetzt Details zu verraten 😉


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