Lernen mit dem Handy

Pressespiegel: 08.08.2006, Focus Online, von Katrin Protze

Mobilfunk-Trend

Immer nur sinnlos daddeln auf dem Handy? Es geht auch anders: Vokabeln pauken oder für den Auto- und Segelführerschein lernen ist jetzt auch mit dem Mobiltelefon möglich. Dafür gibt es kleine Programme aus dem Internet.

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Die Programme zum Mobile Learning (M-Learning), wie der neue Freizeitvertreib mit dem Mobiltelefon heißt, lassen sich von den Websites der Anbieter auf das Handy überspielen. Die Möglichkeit, unterwegs oder zwischen zwei Terminen auf dem Display zu lernen, war bisher den Besitzern von Taschencomputern, Personal Digital Assistants (PDAs) und Smartphones vorbehalten. Für diese im Vergleich zum Handy viel leistungsfähigeren Geräte ist Lernsoftware in großem Umfang verfügbar. Seit die meisten Handys javafähig sind, steigt das entsprechende Angebot für Mobiltelefone zunehmend.

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Als größtes Hemmnis für eine schnelle Verbreitung von mobilen Lernangeboten sehen Experten die noch mangelnde Akzeptanz bei Verbrauchern: „Die meisten Menschen können sich unter Mobile Learning noch nicht viel vorstellen und haben Bedenken, dass bei der Nutzung des Services unkontrolliert Kosten anfallen“, sagt Maciej Kuszpa, Geschäftsführer von Peperoni Mobile. Kuszpa entwickelt mobile Lernangebote für Studenten der Fernuniversität Hagen. Rund 15 Prozent der circa 600 Studenten, die dort mobile Lernmodule zur Verfügung gestellt bekommen, nutzen das Angebot.

Trotz der immer größeren Beliebtheit von Handy-Lernprogrammen wird das mobile Pauken die Wissensvermittlung durch Seminare oder Lehrbücher nicht ersetzen: „Mobiles Lernen taugt nicht für komplexe Lernzusammenhänge – auf dem Display lassen sich nur Infoschnipsel, aber keine ganzen Lernszenarien abbilden“, so Kuszpa.
Quelle: http://focus.msn.de/digital/handy/mobilfunk-trend_aid_23467.html

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